Fischen macht Schule

Eine ganz besondere Projektwoche

erlebte die Klasse 4c der Grundschule Penzing

 

Eine außergewöhnliche Projektwoche rund um das Thema „Leben in heimischen Gewässern“ erlebte die Klasse 4c der Grundschule Penzing. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur heimische Fische und das Angeln, sondern auch Umwelt- und Gewässerschutz, Artenschutz sowie der nachhaltige Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.

Den Auftakt machte am Dienstag ein spannender Ausflug zum Badeweiher in Penzing. Dort begrüßten Herr Marcus Spöttl, 2. stellvertretender Vorsitzender des Luftwaffenfischereivereins Lechfeld e.V., und Jugendleiter Herr Albert Zahn die Schülerinnen und Schüler zunächst im Klassenzimmer. Jedes Kind erhielt ein Arbeitsheft aus dem Programm „Fischer machen Schule“, bevor es gemeinsam zum Badeweiher ging. Ausgestattet mit Keschern wurden Wasserinsekten gefangen, bestimmt und anschließend ausgewertet. Anhand der gefundenen Tiere konnten die Kinder die Wasserqualität des Weihers beurteilen. Nach der Untersuchung wurden alle Tiere selbstverständlich wieder behutsam in ihren Lebensraum zurückgesetzt.

Am Mittwoch stand zunächst Theorie auf dem Stundenplan. Klassenlehrer Herr Klaus, selbst Mitglied im Fischereiverein Penzing e.V., erklärte den Kindern die Lebensweise heimischer Fischarten wie Forelle, Karpfen, Hecht, Zander, Wels und Aal. Außerdem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welche Nahrung die verschiedenen Fischarten bevorzugen und welche Köder sich deshalb zum Angeln eignen. Anschließend lernten sie verschiedene Angelmethoden kennen und stellten ihren eigenen Forellenteig her, der am nächsten Tag direkt ausprobiert werden sollte. Danach wurde es praktisch: Auf dem Sportplatz übten die Kinder in Kleingruppen das Auswerfen mit der Angelrute.

Der Höhepunkt der Woche folgte am Donnerstag. Bereits um 8 Uhr machte sich die Klasse auf den Weg zu einem vom Fischereiverein Penzing e.V. bewirtschafteten Angelweiher. Fünf erfahrene Fischer des Fischereivereins Penzing e.V. unterstützten gemeinsam mit Klassenlehrer Herrn Klaus und Herrn Spöttl die Kinder in kleinen Gruppen. So erhielt jedes Kind die Möglichkeit, selbst eine Angel auszuwerfen und sein Glück beim Fischfang zu versuchen.

 

 

 

 

Die hochsommerlichen Temperaturen sorgten allerdings dafür, dass die Fische nur wenig Beißlust zeigten. Dennoch konnten eine Regenbogenforelle, ein Aal und zwei kleine Barsche gefangen werden. Dabei lernten die Kinder verschiedene Angelmontagen kennen und erfuhren aus erster Hand, welche Köder sich für unterschiedliche Fischarten eignen.

Für eine besondere Überraschung sorgte der Fischereiverein Penzing e.V. am Ende des Angeltages. Alle Kinder, sowie die unterstützenden Fischer erhielten eine küchenfertige Räucherforelle als Geschenk. Wieder zurück an der Schule wurde die gefangene Regenbogenforelle fachgerecht ausgenommen. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie viele sorgfältige Arbeitsschritte notwendig sind, um einen Fisch küchenfertig zuzubereiten. Mit großem Interesse verfolgten sie die Vorführung und nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen.

Am Freitag ließen die Kinder die erlebnisreiche Woche noch einmal Revue passieren und gestalteten Plakate zu ihren Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, wie viel sie über heimische Gewässer, deren Bewohner und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gelernt hatten.

Ein besonderer Dank gilt der gesamten Vorstandschaft des Fischereivereins Penzing e.V., sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung, ihr Fachwissen und ihr Engagement wäre diese lehrreiche und abwechslungsreiche Projektwoche nicht möglich gewesen.